Hinweis: Die Werte für dieses Veranlagungsjahr wurden noch nicht vollständig geprüft und sind vorläufige Schätzungen. Bitte vor Verwendung verifizieren.
Günstigerprüfung (§ 31 EStG) · Kinderfreibetrag wirkt sich aus ab ~32 % Grenzsteuersatz · ca. 50.000 € Brutto (SK I, ohne Sonderabzüge)
II · Einkommensteuertarif · § 32a EStG 2026
Zone
Grenzsteuersatz
ZvE ab (Einzelveranlagung)
GrundfreibetragSteuerfreies Existenzminimum
0 %
bis 12.348 €
Progressionszone IAnstieg 14 % → 24 %
14 – 24 %
12.349 €
Progressionszone IIAnstieg 24 % → 42 %
24 – 42 %
17.809 €
Spitzensteuersatz§ 32a Abs. 1 Nr. 4 EStG
42 %
69.799 €
Reichensteuer§ 32a Abs. 1 Nr. 5 EStG
45 %
277.826 €
ZvE = zu versteuerndes Einkommen · Zusammenveranlagung: alle Schwellen × 2 · Sätze ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer · Zonengrenzen für 2025/2026 bitte gem. § 32a EStG i.d.g.F. prüfen
II · Umrechnungskurse · Anlage N-Gre 2026
Währung / Land
Jahresdurchschnittskurs
Rechtsgrundlage / Quelle
Schweizer Franken (CHF)DBA Deutschland–Schweiz · Art. 15a
100 CHF = 106,50 €
OFD BW · Jahresdurchschnittskurs
Jahresdurchschnittskurs gem. BMF-Schreiben. Maßgeblich für die Umrechnung von CHF-Arbeitslohn in EUR bei der Veranlagung (Anlage N-Gre). Bitte gegen das aktuelle BMF-Schreiben verifizieren.
II · Werbungskosten & Pauschbeträge
Bezeichnung
Betrag / Pauschale
Rechtsgrundlage
Übungsleiterpauschale
3.300 €
§ 3 Nr. 26 EStG
Ehrenamtspauschale
960 €
§ 3 Nr. 26a EStG
Homeoffice-PauschaleMax. 210 Tage / Jahr
6 € / TagMax. 1.260 €
§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG
EntfernungspauschaleEinheitlich ab 1. km – keine Staffelung
BMF v. 06.04.2023 (IV C 6 - S 2246/19/10004) · ab VZ 2023 (zuvor 300 €)
Selbstständige Hebammen / Entbindungspfleger
25 % der Einnahmenmax. 1.535 € / Jahr
H 18.2 EStH
Betriebsausgabenpauschalen gelten nur, soweit keine höheren tatsächlichen Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Eine Kombination mit der Übungsleiterpauschale (§ 3 Nr. 26 EStG) ist für dieselbe Tätigkeit ausgeschlossen.
Immer voll abzugsfähig, auch über 1.900/2.800 € hinaus
IV · Sonderausgaben & Außergewöhnliche Belastungen
Bezeichnung
Höchstbetrag / Pauschale
Erläuterung
Sonderausgaben-Pauschbetrag
36 € / 72 €Einzel / Zusammenveranlagung
§ 10c EStG
Unterhaltshöchstbetrag§ 33a EStG
12.348 €
Analog Grundfreibetrag
AusbildungskostenErstausbildung / Erststudium
6.000 €
§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG
Parteispenden
3.300 € / 6.600 €Einzel / Zusammenveranlagung
Deckelung § 10b / § 34g EStG
IV b · Behindertenpauschbeträge · § 33b EStG
Grad der Behinderung (GdB)
Jahres-Pauschbetrag
Hinweis
GdB 20
384 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 30
620 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 40
860 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 50
1.140 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 60
1.440 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 70
1.780 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 80
2.120 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 90
2.460 €
§ 33b Abs. 3 EStG
GdB 100
2.840 €
§ 33b Abs. 3 EStG
Blind / HilflosMerkzeichen Bl oder H
7.400 €
§ 33b Abs. 3 S. 3 EStG
Hinterbliebenen-Pauschbetrag§ 33b Abs. 4 EStG
370 €
§ 33b Abs. 4 EStG
Beträge gelten seit 2021 unverändert. Übertragung auf Eltern möglich (§ 33b Abs. 5 EStG), soweit das Kind den Pauschbetrag nicht selbst in Anspruch nimmt.
I · Steuersätze 2026
Bezeichnung
Satz
Rechtsgrundlage
Regelsteuersatz
19 %
§ 12 Abs. 1 UStG
Ermäßigter Steuersatzu. a. Lebensmittel, Bücher, Kultur
7 %
§ 12 Abs. 2 UStG
II · Unternehmergrenzen 2026
Bezeichnung
Grenzwert
Rechtsgrundlage
KleinunternehmergrenzeVorjahr / laufendes Jahr
25.000 € / 100.000 €
§ 19 UStG
Ist-VersteuerungGesamtumsatz-Grenze Vorjahr
800.000 €
§ 20 UStG
Kleinunternehmer: echte Steuerbefreiung seit 01.01.2025; bei unterjährigem Überschreiten der 100.000 € sofortige Regelbesteuerung ab diesem Umsatz.
FreibetragSumme der Finanzierungsanteile; darunter keine Hinzurechnung
200.000 €
§ 8 Nr. 1 GewStG
Entgelte für SchuldenZinsen, Diskontbeträge
100 %
§ 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG
Miet-/Pachtzinsen · bewegliche WG
20 %
§ 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG
Miet-/Pachtzinsen · unbewegliche WG
50 %
§ 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG
Lizenz- & Konzessionsgebühren
25 %
§ 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG
Anwendung auf Summe25 % der Summe der Finanzierungsanteile nach Abzug Freibetrag
25 %
§ 8 Nr. 1 GewStG
III · Kürzungen · § 9 GewStG
Bezeichnung
Kürzungsbetrag
Rechtsgrundlage
GrundbesitzkürzungIm Erhebungszeitraum als Betriebsausgabe erfasste Grundsteuer für Grundbesitz des Betriebsvermögens
Tatsächliche Grundsteuer
§ 9 Nr. 1 S. 1 GewStG
SchachtelprivilegIn- und ausländische KapGes · Mindestbeteiligung
ab 15 %Gewinnanteile vollständig kürzungsfähig
§ 9 Nr. 2a, Nr. 7 GewStG
IV · Dienstwagen · 1 %-Regelung 2026
Fahrzeugtyp
BMG · 1 % monatlich
Rechtsgrundlage
Verbrenner / Sonstige
Volles BLP
§ 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 EStG
Plug-in-Hybrid (PHEV)Mind. 50 km E-Reichweite oder ≤ 50 g CO₂ / km
1/2 des BLP
§ 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 3 Nr. 3 EStG
Batterieelektrisch (BEV)BLP bis 100.000 €
1/4 des BLP
§ 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 3 Nr. 1 EStG
Batterieelektrisch (BEV)BLP über 100.000 €
1/2 des BLP
§ 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 3 Nr. 2 EStG
Fahrten Wohnung–Arbeitsstätte: zusätzlich 0,03 % der BMG × Entfernung (km) monatlich · alternativ Einzelnachweis (0,002 % × Fahrten × km)
I · Zinsen · §§ 233–237 AO
Zinsart
Zinssatz
Rechtsgrundlage
Nachzahlungs- / ErstattungszinsenKarenzzeit: 15 Monate nach Ablauf des VZ · z. B. VZ 2024 → Zinslauf ab 01.04.2026
1,8 % p. a.0,15 % pro Monat
§ 233a AO
Stundungszinsen
1,8 % p. a.0,15 % pro Monat
§ 234 AO
HinterziehungszinsenZinslauf ab Zeitpunkt der Steuerverkürzung
1,8 % p. a.0,15 % pro Monat
§ 235 AO
ProzesszinsenBei Steuererstattung nach gerichtlichem Obsiegen
1,8 % p. a.0,15 % pro Monat
§ 236 AO
AussetzungszinsenBei gewährter Aussetzung der Vollziehung (AdV)
1,8 % p. a.0,15 % pro Monat
§ 237 AO
Zinssatz gilt einheitlich seit 01.01.2019 (rückwirkend festgesetzt durch das 2. JStG 2022 nach BVerfG-Entscheidung vom 08.07.2021, 1 BvR 2237/14). Zuvor 6 % p. a. (0,5 %/Monat), für Zeiträume ab 2014 für verfassungswidrig erklärt.
II · Verspätungszuschlag · § 152 AO
Parameter
Wert
Rechtsgrundlage
GrundsatzPro angefangenen Monat der Verspätung
0,25 %der Nachzahlungssteuer (nach Abzug von Vorauszahlungen und Steuerabzugsbeträgen)
§ 152 Abs. 2 AO
MindestbetragPro angefangenen Monat der Verspätung
25 €
§ 152 Abs. 2 AO
Höchstbetrag
25.000 €
§ 152 Abs. 2 AO
Automatische FestsetzungSteuerpflichtige ohne Vorabanforderung · keine Ausnahme
ZwingendKein Ermessen des FA bei Überschreiten der Abgabefrist
§ 152 Abs. 3 AO
Gilt seit 01.01.2018 (StModernG 2016). Bemessungsgrundlage = festgesetzte Steuer abzüglich anrechenbarer Beträge (Vorauszahlungen, Kapitalertragsteuer, Lohnsteuer). BMG mind. 0 €.
III · Säumniszuschlag · § 240 AO
Parameter
Wert
Rechtsgrundlage
SatzPro angefangenen Monat der Säumnis
1 %des rückständigen Steuerbetrags (abgerundet auf volle 50 €)
§ 240 Abs. 1 AO
ZahlungsschonfristKein Säumniszuschlag innerhalb dieser Frist
3 Tagenach dem Fälligkeitstag (gilt nicht für Barzahlungen)
§ 240 Abs. 3 AO
Keine Säumniszuschläge bei
Stundung, AdVWährend gewährter Stundung (§ 222 AO) oder Aussetzung der Vollziehung (§ 361 AO)
§ 240 Abs. 1 S. 4 AO
Höchstbetrag
Kein gesetzlicher Höchstbetrag
§ 240 AO
Säumniszuschläge sind kein Verzugszins, sondern Druckmittel zur fristgerechten Zahlung (BFH). Sie entstehen kraft Gesetzes automatisch ohne Verwaltungsakt. Erlass möglich bei sachlicher oder persönlicher Unbilligkeit (§ 227 AO).
Alle Angaben basieren auf dem zuletzt geprüften Rechtsstand und beziehen sich auf die dargestellten Veranlagungszeiträume 2024–2026. Jahresunabhängige Werte (z. B. KSt, GewSt) gelten vorbehaltlich gesetzlicher Änderungen. Individuelle Faktoren (z. B. Kirchensteuer, besondere Einkunftsarten) bleiben unberücksichtigt. Kein Ersatz für individuelle Steuerberatung · Alle Angaben ohne Gewähr